Das Internet kann ein geradezu unüberschaubar großes Meer sein. Besonders wenn man als Musikfan auf der Suche nach guter Musik ist oder als unabhängiger Künstler nach einer Plattform für die eigene Musik sucht. Als Musikhörer ist es schwierig die Perlen zwischen den vielen Musikern und Bands auf den verschiedenen Plattformen wie Bandcamp oder Soundcloud zu finden. Als Musiker ist es dagegen schwer eine geeignete Plattform für die eigene Musik zu finden. Denn eine eigene Homepage, Facebookseite und Bandcampaccount reichen häufig nicht mehr um gefunden zu werden. Hier setzt das Projekt „At Sea Compilations“ mit thematischen Zusammenstellungen an. Es soll eine Brücke zwischen neugierige Musikfans und unabhängige Künstler geschaffen werden.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt „At Sea Compilations“ von Axel Meßinger aus Chemnitz. Bereits im Jahr 2012 wurde die erste „Snowflakes“-Compilation veröffentlicht, damals mit verteilt durch das Dark Feather Zine, den Spontis Blog sowie der Veranstaltungsreihe Die Blaue Stunde. Um unabhängiger von externen Projekten zu agieren (und offen für thematisch andere Samplerprojekte zu sein), wurde mit der Veröffentlichung von „Snowflakes II“ die kleine Dachmarke „At Sea Compilations“ gegründet. Dies bedeutet auch, dass „At Sea Compilations“ nicht an einer bestimmten Subkultur gebunden ist. Eingeladen ist ausdrücklich jeder, der Lust und Spaß hat neue Musik kennenzulernen. Insgesamt wurde bereits mit über 200 Musikern und Bands aus über 20 Ländern zusammengearbeitet.

Ziel ist es eine Reihe von qualitativ hochwertigen Online-Compilations zu erstellen und vor allem Bands und Musikern aus dem musikalischen „Underground“ eine Plattfom zu bieten. Gleichzeitig werden immer wieder bekanntere Bands zu den Zusammenstellungen eingeladen. Die Arbeitsweise, beispielsweise Auswahl der Musik, erfolgt unabhängig von Labels und anderen externen Einflüssen. Musiker, Bands und andere Künstler (beispielsweise für Cover-Artworks) können sich für eine Zusammenarbeit jederzeit melden.

Das Projekt „At Sea Compilations“ arbeitet unkommerziell und nicht gewinnorientiert. Viel mehr ist es ein Hobbyprojekt aus Lust neue Musik zu entdecken und dies mit anderen Menschen zu teilen. Die laufenden Kosten für Hosting, Mastering, etc werden seit dem Herbst 2017 durch den Verkauf der Veröffentlichungen zum Selbstkostenpreis bestritten.